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Marinebefehlshaber Dänemark: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Am 09.04.1940 besetzte die Wehrmacht Dänemark. In Kopenhagen wurde daraufhin am 09.04.1940 die Dienststelle des Küstenbefehlshabers Dänemark gebildet. Ihm unterstanden die Hafenkapitäne von Kopenhagen, Aarhus, Skagen, Frederikshavn und Korsör. Der Küstenbefehlshaber selbst unterstand dem Kommandierenden Admiral der Ostseestation. Er war in allen Standortangelegenheiten Vorgesetzter der in Dänemark liegenden Marinetruppen. Noch im April 1940 wurde die Gliederung des Küstenbefehlshabers geändert, indem zwei Abschnittskommandanten gebildet wurden: Abschnittskommando Dänische Westküste in Esbjerg und der Abschnittskommandant Nordjütland in Frederikshavn. Das übrige Gebiet unterstand dem Küstenbefehlshaber Dänemark weiterhin unmittelbar. Am 01.06.1940 wurde der Küstenbefehlshaber in Marinebefehlshaber Dänemark umbenannt. Am 31.10.1940 wurde dem Marinebefehlshaber die Westküste Dänemarks bis auf die Insel Römö voll unterstellt. Im Oktober 1942 wurde für den bisher dem Marinebefehlshaber Dänemark direkt unterstehenden Gebieten der Kommandant im Abschnitt Südjütland und Dänische Inseln gebildet. Am 01.02.1943 wurde er Marinebefehlshaber zum Kommandierenden Admiral Dänemark umbenannt. Auch weiterhin war der Kommandierende Admiral Dänemark nur Vorgesetzter der in Dänemark liegenden Marinetruppen. Schwimmende Verbände unterstanden ihm nicht. Im April 1944 wurde die Dienststelle in Kommandierender Admiral Skagerrak umbenannt. Ihm wurde das Küstenvorfeld von der deutsch-dänischen Grenze in Westjütland einschließlich Skagerrak und Kattegat und einschließlich des Küstenvorfeldes vor der dänischen Ostseeküste und den dänischen Inseln übertragen. Zum Schutz des Küstenvorfeldes wurde ihm der Befehl über die neu gebildete 8. Sicherungs-Division übertragen. Am 21. / 22.10.1944 verlegte der Kommandierende Admiral Skagerrak sein Stabsquartier nach Aarhus.
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| colspan="2" | Die Dienststelle wurde am 09.04.1940 als Küstenbefehlshaber Dänemark in Kopenhagen gebildet und am 01.06.1940 in Marinebefehlshaber Dänemark umbenannt. Sie war die zentrale territoriale Kommandobehörde für alle in Dänemark stationierten Marinetruppen. Nach Umbenennung zum Kommandierenden Admiral Dänemark (01.02.1943) erfolgte im April 1944 die finale Bezeichnung als Kommandierender Admiral Skagerrak. In dieser Funktion übernahm die Dienststelle die operative Führung im Küstenvorfeld von der deutsch-dänischen Grenze (Westjütland) über Skagerrak und Kattegat bis zur dänischen Ostseeküste, gestützt auf die unterstellte 8. Sicherungs-Division.
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| Entwicklung: || colspan="3" | Küstenbefh. (1940) > Marinebefh. (1940) > Kdr. Adm. Dänemark (1943) > Kdr. Adm. Skagerrak (1944).
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| Unterstellung: || colspan="3" | Kommandierender Admiral der Ostseestation (später MOK Ost).
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| Abschnitte: || colspan="3" | Westküste (Esbjerg), Nordjütland (Frederikshavn) und Südjütland/Dänische Inseln (ab Okt. 1942).
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| Ende 1945: || colspan="3" | Auflösung nach der Kapitulation der deutschen Truppen in Dänemark im Mai 1945.
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| Sicherung: || colspan="3" | Ab April 1944 operative Führung der 8. Sicherungs-Division zum Schutz des gesamten dänischen Küstenvorfeldes.
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| Häfen: || colspan="3" | Aufsicht über die Hafenkapitäne von Kopenhagen, Aarhus, Skagen, Frederikshavn und Korsör.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Bereitstellung der territorialen Infrastruktur für U-Boot-Stützpunkte und Ausbildungsstützpunkte in dänischen Häfen.
 
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| U-Abwehr: || colspan="3" | Koordination des Küstenschutzes gegen britische U-Boote, die in das Kattegat und Skagerrak einzudringen versuchten.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge der Admirale und Stabsoffiziere am Standort Dänemark.
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Marinebefehlshaber).
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| Koop / Schmolke || colspan="3" | „Die deutschen Marinestützpunkte: Dänemark und die westliche Ostsee“.
 
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Aktuelle Version vom 9. März 2026, 12:10 Uhr

Dienststelle Marinebefehlshaber Dänemark
Die Dienststelle wurde am 09.04.1940 als Küstenbefehlshaber Dänemark in Kopenhagen gebildet und am 01.06.1940 in Marinebefehlshaber Dänemark umbenannt. Sie war die zentrale territoriale Kommandobehörde für alle in Dänemark stationierten Marinetruppen. Nach Umbenennung zum Kommandierenden Admiral Dänemark (01.02.1943) erfolgte im April 1944 die finale Bezeichnung als Kommandierender Admiral Skagerrak. In dieser Funktion übernahm die Dienststelle die operative Führung im Küstenvorfeld von der deutsch-dänischen Grenze (Westjütland) über Skagerrak und Kattegat bis zur dänischen Ostseeküste, gestützt auf die unterstellte 8. Sicherungs-Division.
Entstehung, Funktion und Gliederung
Aufstellung: 09.04.1940; Sitz zunächst Kopenhagen, ab 21./22.10.1944 Stabsquartier in Aarhus.
Entwicklung: Küstenbefh. (1940) > Marinebefh. (1940) > Kdr. Adm. Dänemark (1943) > Kdr. Adm. Skagerrak (1944).
Unterstellung: Kommandierender Admiral der Ostseestation (später MOK Ost).
Abschnitte: Westküste (Esbjerg), Nordjütland (Frederikshavn) und Südjütland/Dänische Inseln (ab Okt. 1942).
Ende 1945: Auflösung nach der Kapitulation der deutschen Truppen in Dänemark im Mai 1945.
Spezifische Merkmale
Befugnis: Disziplinarvorgesetzter aller Marinetruppen in Dänemark; keine Befehlsgewalt über schwimmende Verbände (außer Sicherungskräfte ab 1944).
Sicherung: Ab April 1944 operative Führung der 8. Sicherungs-Division zum Schutz des gesamten dänischen Küstenvorfeldes.
Häfen: Aufsicht über die Hafenkapitäne von Kopenhagen, Aarhus, Skagen, Frederikshavn und Korsör.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transitwege: Sicherung der dänischen Gewässer als lebenswichtige Durchfahrtsstraße für U-Boote zwischen den Ostsee-Lehrflottillen und den Frontbasen.
Ausbildung: Bereitstellung der territorialen Infrastruktur für U-Boot-Stützpunkte und Ausbildungsstützpunkte in dänischen Häfen.
U-Abwehr: Koordination des Küstenschutzes gegen britische U-Boote, die in das Kattegat und Skagerrak einzudringen versuchten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-V Fachunterlagen des Marinebefehlshabers / Kommandierenden Admirals Dänemark / Skagerrak.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Lage in den dänischen Gewässern und die Sicherung des Skagerraks.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Admirale und Stabsoffiziere am Standort Dänemark.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Bereich Dänemark).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Marinebefehlshaber).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Dänemark und die westliche Ostsee“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132