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Marine-Artillerieabteilung 286: Unterschied zwischen den Versionen

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| Biskaya-Sicherung: || colspan="3" | Die Batterien der Abteilung schützten die küstennahen Gewässer, die von U-Booten beim Ein- und Auslaufen in die Stützpunkte der Gascogne als Transitrouten genutzt wurden.
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Aktuelle Version vom 2. März 2026, 15:43 Uhr

Verband Marine-Artillerieabteilung 286
Die Marine-Artillerieabteilung 286 war ein tragender Küstenverteidigungsverband der Kriegsmarine an der französischen Atlantikküste. Ursprünglich als Marine-Artillerieabteilung Gascogne aufgestellt, sicherte der Verband den strategisch wichtigen Küstenabschnitt im Südwesten Frankreichs bis zur spanischen Grenze. Mit ihren Batteriestellungen kontrollierte die Abteilung die Seewege im Golf von Biscaya und schützte die Küstenregion gegen feindliche Landungsunternehmen sowie See- und Luftangriffe. Als Artillerie-Kommandeur Gascogne koordinierte der Stab zudem den gesamten artilleristischen Einsatz in seinem Verteidigungsbereich.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Im Dezember 1940 als Marine-Artillerieabteilung Gascogne aus der 4. und 10. Kompanie der Marine-Artillerieabteilung 206 in Biarritz aufgestellt. 1941 Umbenennung in Marine-Artillerieabteilung 286.
Standort: Zunächst Biarritz, später Verlegung nach Bayonne. Die Abteilung unterststand dem Seekommandanten Gascogne (Kommandant der Seeverteidigung der Gascogne).
Struktur: Der Abteilungsstab fungierte zeitgleich als Artillerie-Kommandeur Gascogne und leitete die taktische Feuerführung der unterstellten Batterien im gesamten Sektor.
Ende 1944: Mit dem Rückzug der deutschen Truppen aus Südwestfrankreich im Sommer und Herbst 1944 nach der alliierten Invasion wurde die Abteilung aufgelöst oder in Festungsverbände eingegliedert.
Spezifische Merkmale
Küstenvorfeld-Schutz: Sicherung der Ansteuerungswegen zu den Häfen von Bayonne und Saint-Jean-de-Luz gegen britische Zerstörer-Vorstöße und Commandounternehmen.
Sektorführung: Koordination der ortsfesten schweren Batterien zur Überwachung der spanisch-französischen Grenzgewässer und zur Durchsetzung der Blockademaßnahmen.
Flak-Schutz: Integration von Flugabwehrkomponenten zum Schutz der eigenen Geschützstellungen und der logistischen Infrastruktur gegen alliierte Jagdbomber.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Biskaya-Sicherung: Die Batterien der Abteilung schützten die küstennahen Gewässer, die von U-Booten beim Ein- und Auslaufen in die Stützpunkte der Gascogne als Transitrouten genutzt wurden.
Stützpunkt-Flanke: Durch die Überwachung des Seegebiets vor Bayonne sicherte die MAA 286 die südliche Flanke der großen U-Boot-Stützpunkte in der Biskaya gegen Überraschungsangriffe von See.
Signalwesen: Zusammenarbeit mit den Signalstellen der U-Boot-Waffe zur Identifizierung einlaufender Boote und zur Weitergabe von Warnmeldungen über feindliche Schiffsbewegungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-I Marineartilleriezeugämter: Akten über die Ausrüstung und Bewaffnung der Batterien im Verteidigungsbereich Gascogne.
BArch RM 53 Marinebefehlshaber Westfrankreich: Unterlagen zur operativen Gliederung und den Befehlsverhältnissen der MAA 286 beim Seekommandanten Gascogne.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Abteilungskommandanten und das Fachpersonal der Marineartillerie im Raum Bayonne/Biarritz.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Küstenartillerie: Marine-Artillerie-Abteilungen im Westen).
Harnier, Wilhelm „Artillerie an den Küsten und auf See“ (Details zur Verteidigung der Gascogne).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Informationen zur militärischen Bedeutung der Häfen im Südwesten Frankreichs).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132