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Admiral norwegische Nordküste: Unterschied zwischen den Versionen

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| Standort: || colspan="3" | Das Stabsquartier lag in Drontheim. Der Befehlsbereich umfasste wichtige Stützpunkte wie Molde und Sandessjöen sowie zeitweise die Schlüsselhäfen Narvik und Tromsö.
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| Technik: || colspan="3" | Operative Führung der unterstellten Hafenkapitäne und Seekommandanten. Koordination der Küstenverteidigung, des Hafenbetriebs und der lokalen Sicherungsstreitkräfte in den Fjorden.
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| Befehlsbereich: || colspan="3" | Nach der Neugliederung am 01.12.1940 reichte der Zuständigkeitsbereich von Stadlandet im Süden bis Bodö im Norden, einschließlich des strategisch wichtigen Seekommandanten Molde.
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| Verwaltung: || colspan="3" | Direkte Unterstellung der Seekommandanten Sandessjöen, Drontheim und Molde zur effizienten Steuerung der Küstenverteidigung und des zivilen Schiffsverkehrs.
 
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| Reorganisation: || colspan="3" | Die Umbenennung am 01.02.1943 zum Kommandierenden Admiral unterstrich die gewachsene Bedeutung des Nordabschnitts für die operative Kriegführung der Marine.
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| colspan="3" | Die Dienststelle des Admirals der norwegischen Nordküste entstand am 31.05.1940 durch die Umwandlung der Dienststelle des Seekommandanten Drontheim. Ihm unterstand der Hafenkapitän (später Seekommandant) Narvik sowie ab Juli 1940 die Seekommandanten Sandessjoen, Polarküste (ab August 1940 Tromsö) und Drontheim. Am 01.12.1940 schieden die Seekommandanten Narvik und Tromsö aus dem Bereich des Admirals der norwegischen Nordküste aus, während der Seekommandant Molde zum Befehlsbereich hinzukamen. Damit reichte der Befehlsbereich des Admirals der norwegischen Nordküste von Stadlandet im Süden bis Bodö im Norden. Am 01.02.1943 wurde die Dienststelle in Kommandierender Admiral der norwegischen Nordküste umbenannt. Das Stabsquartier lag in Drontheim.
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| Stützpunkt Drontheim: || colspan="3" | Als Standort des Admirals Nordküste war Drontheim (Trondheim) einer der wichtigsten U-Boot-Stützpunkte (Dora I/II), deren landseitige Sicherheit durch die Dienststelle gewährleistet wurde.
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| Logistik-Knoten: || colspan="3" | Die Koordination der Hafenkapitäne sicherte den reibungslosen Umschlag von Ausrüstung und Torpedos für die in Mittel- und Nordnorwegen operierenden U-Boot-Flottillen.
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Aktuelle Version vom 2. März 2026, 12:38 Uhr

Verband Admiral norwegische Nordküste
Die Dienststelle des Admirals der norwegischen Nordküste wurde am 31.05.1940 durch die Umwandlung der Dienststelle des Seekommandanten Drontheim geschaffen. Als territoriale Kommandobehörde war sie für die Sicherung und Verwaltung der norwegischen Küstengewässer von Stadlandet bis Bodö verantwortlich. Am 01.02.1943 wurde die Dienststelle zum Kommandierenden Admiral der norwegischen Nordküste aufgewertet. Das Stabsquartier befand sich über den gesamten Zeitraum in Drontheim (Trondheim).
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert am 31.05.1940 aus dem Seekommandanten Drontheim. Die Unterstellung wechselte im Zuge der Besetzung, wobei die Dienststelle dem Kommandierenden Admiral Norwegen zugeordnet war.
Standort: Das Stabsquartier lag in Drontheim. Der Befehlsbereich umfasste wichtige Stützpunkte wie Molde und Sandessjöen sowie zeitweise die Schlüsselhäfen Narvik und Tromsö.
Technik: Operative Führung der unterstellten Hafenkapitäne und Seekommandanten. Koordination der Küstenverteidigung, des Hafenbetriebs und der lokalen Sicherungsstreitkräfte in den Fjorden.
Ende 1945: Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 stellte die Dienststelle ihre Tätigkeit ein. Die Infrastruktur in Drontheim wurde von den alliierten Besatzungskräften übernommen.
Spezifische Merkmale
Befehlsbereich: Nach der Neugliederung am 01.12.1940 reichte der Zuständigkeitsbereich von Stadlandet im Süden bis Bodö im Norden, einschließlich des strategisch wichtigen Seekommandanten Molde.
Verwaltung: Direkte Unterstellung der Seekommandanten Sandessjöen, Drontheim und Molde zur effizienten Steuerung der Küstenverteidigung und des zivilen Schiffsverkehrs.
Reorganisation: Die Umbenennung am 01.02.1943 zum Kommandierenden Admiral unterstrich die gewachsene Bedeutung des Nordabschnitts für die operative Kriegführung der Marine.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunkt Drontheim: Als Standort des Admirals Nordküste war Drontheim (Trondheim) einer der wichtigsten U-Boot-Stützpunkte (Dora I/II), deren landseitige Sicherheit durch die Dienststelle gewährleistet wurde.
Revier-Sicherung: Die dem Admiral unterstellten Seekommandanten sicherten die Ein- und Auslaufwege der Front-U-Boote gegen feindliche Sabotage und Luftangriffe im Küstenvorfeld.
Logistik-Knoten: Die Koordination der Hafenkapitäne sicherte den reibungslosen Umschlag von Ausrüstung und Torpedos für die in Mittel- und Nordnorwegen operierenden U-Boot-Flottillen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 38 Admiral der norwegischen Nordküste: Kriegstagebücher (KTB) und Akten über die Organisation der Seekommandanturen im Bereich Drontheim.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Bedeutung der norwegischen Stützpunkte und die Umgliederung der Befehlsverhältnisse 1943.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit der Admirale und Stabsoffiziere im Stabsquartier Drontheim.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel Organisation Norwegen: Admiral norwegische Nordküste).
Koop / Schmolke "Die deutschen Marinestützpunkte" (Details zur Infrastruktur und Verteidigung des Stützpunktes Drontheim).
Rohwer / Hümmelchen "Chronik des Seekrieges 1939–1945" (Operative Übersicht der Ereignisse im Befehlsbereich Nordküste).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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