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Marine-Artilleriezeugamt: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Die Marineartilleriedepots führten vom 01.10.1935 (MVBl. 1935, Seite 186) an die Bezeichnung Marine-Artilleriezeugamt (M.A.Za.), der Vorstand ab 1941 den Titel Kommandeur. Eine weitere Umbenennung der Marineartilleriezeugämter erfolgte durch Erlaß des O.K.M. Skl Qu II org vom 20.07.1943. Die die Marineartilleriezeugämter betreffenden Ausführungen besagen:
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| || colspan="3" | "Die Ausweitung der Organisation des Artillerie- und Sperrwaffenwesens, die Entstehung der Torpedoarsenale und die entsprechende Organisationsänderung des Nachrichtenwesens zwingen zu einer Klärung und Vereinheitlichung der Organisation aller Dienststellen des Waffenwesens. Mit sofortiger Wirkung wird daher angeordnet:
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! Datenblatt
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! '''Marine-Artilleriezeugamt'''
 
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| || colspan="3" | 1. Die Marineartilleriezeugämter werden in Artilleriearsenale umbenannt (Artillerie Arsenal).
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| || colspan="3" | 2. Die bisherigen Dienststellen der Marineartilleriezeugämter erhalten die Bezeichnung Artilleriewaffenkommando (Art.Wa.Ko.). Sie werden hiermit (im Gegensatz zu ihrer bisherigen Einstufung) selbständige Dienststellen.
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| || colspan="3" | 3. Die Errichtung von Zweigstellen der Artilleriewaffenkommandos (nicht selbständiger Dienststellen) ist beim Artilleriewaffenwesen nicht vorgesehen.
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| colspan="3" | Ein Marine-Artilleriezeugamt (M.Arz.) war eine bodenständige Behörde der Kriegsmarine, die für die Lagerung, Instandsetzung und Ausgabe von Waffen und Munition zuständig war. In der Struktur der U-Boot-Waffe war es die „Rüstkammer“, die dafür sorgte, dass Deckskanonen, Flak-Geschütze und die dazugehörige Munition (außer Torpedos) stets einsatzbereit waren.  
 
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| || colspan="3" | 4. Die bisherige Inspektion der Marineartilleriezeugämter erhält entsprechend den Artilleriearsenalen die Bezeichnung Artilleriearsenalinspektion (Ars.J.).
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| || colspan="3" | 5. An der Spitze eines Waffenarsenals steht ein Kommandant, an der Spitze eines Waffenkommandos ein Chef, an der Spitze eines Waffenbetriebes steht ein Leiter.
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! colspan="3" | Historische Entwicklung und Einordnung
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| colspan="3" | Kaiserliche Marine & Reichsmarine: Die Ämter unterstanden den Werft-Departements und hießen teils noch Artilleriedepots. Sie sicherten die Ausrüstung der Küstenfestungen und der Flotte in den Heimathäfen Kiel und Wilhelmshaven.
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| colspan="3" | Kriegsmarine: Mit der Aufstellung der U-Boot-Waffe am 16.03.1935 stieg der Bedarf an spezialisierter U-Boot-Artillerie. Die Zeugämter wurden fachlich der Inspektion der Marineartillerie unterstellt.  
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! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| colspan="3" | Waffeninstandsetzung: Überprüfung und Reparatur der 8,8-cm- und 10,5-cm-Deckskanonen sowie der 2-cm- und 3,7-cm-Flak der Boote.
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| colspan="3" | Munitionsbevorratung: Lagerung der Granaten für die Deckskanone und der Flak-Munition. Vor jeder Feindfahrt eines Bootes koordinierte das Zeugamt die Beladung.
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| colspan="3" | Ausrüstung: Ausgabe von optischen Geräten (Entfernungsmesser für die Artillerie) und Zubehör für die Geschützbedienungen.
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| colspan="3" | Technische Abnahme: Prüfung der Waffen nach Werftaufenthalten im Marinearsenal.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 11 || colspan="3" | Inspektion der Marineartillerie. Enthält die technischen Richtlinien für die Zeugämter.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. Werdegänge von Offizieren der Waffenlaufbahn (W), die als Zeugamtsleiter oder Fachleiter tätig waren.
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| BArch RM 30 || colspan="3" | U-Flottillen. Belegt die Munitionsanforderungen der Kommandanten an die lokalen Zeugämter.
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
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| Marinedienstvorschrift Nr. 170 || colspan="3" | Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine.
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie/Organisation).
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Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 11:52 Uhr

Datenblatt Marine-Artilleriezeugamt
Ein Marine-Artilleriezeugamt (M.Arz.) war eine bodenständige Behörde der Kriegsmarine, die für die Lagerung, Instandsetzung und Ausgabe von Waffen und Munition zuständig war. In der Struktur der U-Boot-Waffe war es die „Rüstkammer“, die dafür sorgte, dass Deckskanonen, Flak-Geschütze und die dazugehörige Munition (außer Torpedos) stets einsatzbereit waren.
Historische Entwicklung und Einordnung
Kaiserliche Marine & Reichsmarine: Die Ämter unterstanden den Werft-Departements und hießen teils noch Artilleriedepots. Sie sicherten die Ausrüstung der Küstenfestungen und der Flotte in den Heimathäfen Kiel und Wilhelmshaven.
Kriegsmarine: Mit der Aufstellung der U-Boot-Waffe am 16.03.1935 stieg der Bedarf an spezialisierter U-Boot-Artillerie. Die Zeugämter wurden fachlich der Inspektion der Marineartillerie unterstellt.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Waffeninstandsetzung: Überprüfung und Reparatur der 8,8-cm- und 10,5-cm-Deckskanonen sowie der 2-cm- und 3,7-cm-Flak der Boote.
Munitionsbevorratung: Lagerung der Granaten für die Deckskanone und der Flak-Munition. Vor jeder Feindfahrt eines Bootes koordinierte das Zeugamt die Beladung.
Ausrüstung: Ausgabe von optischen Geräten (Entfernungsmesser für die Artillerie) und Zubehör für die Geschützbedienungen.
Technische Abnahme: Prüfung der Waffen nach Werftaufenthalten im Marinearsenal.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 11 Inspektion der Marineartillerie. Enthält die technischen Richtlinien für die Zeugämter.
BArch PERS 6 Personalakten. Werdegänge von Offizieren der Waffenlaufbahn (W), die als Zeugamtsleiter oder Fachleiter tätig waren.
BArch RM 30 U-Flottillen. Belegt die Munitionsanforderungen der Kommandanten an die lokalen Zeugämter.
Literaturverweise
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
Marinedienstvorschrift Nr. 170 Artillerie-Vorschrift für die Kriegsmarine.
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Marine-Artillerie/Organisation).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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