Paul Frerks: Unterschied zwischen den Versionen
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| 02.02.1940 - 26.03.1940 || colspan="3" | In der [[12. Minensuchflottille]], St. Malo. | | 02.02.1940 - 26.03.1940 || colspan="3" | In der [[12. Minensuchflottille]], St. Malo. | ||
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| − | | 27.03.1940 - 24.03.1942 || colspan="3" | [[Kommandant]] des Minensuchbootes M 1401 der [[14. Minensuchflottille]]. | + | | 27.03.1940 - 24.03.1942 || colspan="3" | [[Bootskommandant|Kommandant]] des Minensuchbootes M 1401 der [[14. Minensuchflottille]]. |
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| − | | 25.03.1942 - 05.07.1942 || colspan="3" | Bootskommandant in der [[40. Minensuchflottille]], Brest. | + | | 25.03.1942 - 05.07.1942 || colspan="3" | [[Bootskommandant]] in der [[40. Minensuchflottille]], Brest. |
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| 06.07.1942 - 24.10.1942 || colspan="3" | [[U-Wachoffizierslehrgang]] bei der [[2. U-Lehrdivision]], Gotenhafen. | | 06.07.1942 - 24.10.1942 || colspan="3" | [[U-Wachoffizierslehrgang]] bei der [[2. U-Lehrdivision]], Gotenhafen. | ||
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| 09.05.1945 - 24.08.1945 || colspan="3" | Britische [[Kriegsgefangenschaft]] in Deutschland. | | 09.05.1945 - 24.08.1945 || colspan="3" | Britische [[Kriegsgefangenschaft]] in Deutschland. | ||
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| + | ! colspan="3" | '''Der Fall Frerks''' | ||
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| + | | colspan="3" | Der Fall von Paul Frerks (Kommandant von U 975) ist ein bezeichnendes Beispiel für die drakonische Disziplinarpolitik des Oberkommandos der Marine (OKM) in der späten Kriegsphase. | ||
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| + | | colspan="3" | Am 01.05.1944 verursachte Frerks in angetrunkenem Zustand einen folgenschweren öffentlichen Eklat, bei dem er mehrere Soldaten und Passanten mit seiner Dienstpistole bedrohte. Die Marinejustiz reagierte angesichts der Schwere des Vorfalls und der Gefährdung der öffentlichen Ordnung prompt. Bereits am 06.05.1944 verurteilte ihn ein Marinegericht gemäß § 330 RStGB zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten. | ||
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| + | | colspan="3" | Während das Gericht zunächst nur die Freiheitsstrafe vorsah, intervenierte das OKM (unter dem Einfluss von Karl Dönitz) massiv. In der Personalakte im Bundesarchiv ist dokumentiert, dass das Oberkommando auf der härtesten disziplinarischen Konsequenz bestand: der Ausstoßung aus dem Offizierskorps und der Degradierung zum Matrosen. | ||
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| + | | colspan="3" | Dieser Schritt bedeutete den vollständigen Verlust aller militärischen Privilegien und des Offiziersranges. Frerks wurde mit Wirkung vom 12.05.1944 offiziell seines Kommandos auf U 975 enthoben. | ||
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| + | | colspan="3" | Am 04.12.1944 erfolgte seine Kommandierung als Matrose an Bord von U 711, einem Boot des Typs VII C unter dem Kommando von Hans-Günther Lange. An Bord dieses Frontbootes absolvierte Frerks bis zum 04.05.1945 insgesamt drei Unternehmungen im Nordmeer. Diese Verwendung als einfacher Dienstgrad auf einem Boot seiner ehemaligen Waffengattung galt als extreme Form der „Bewährung vor dem Feind“. Er erlebte das Kriegsende aktiv an Bord, bevor U 711 am 04.05.1945 bei einem Luftangriff in Kilbotn (Norwegen) versenkt wurde. | ||
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| + | | colspan="3" | Anerkennung durch Lange: Es wird berichtet, dass Hans-Günther Lange die Fähigkeiten von Frerks erkannte und ihn trotz seines niedrigen Ranges als verlässliche Stütze der Besatzung betrachtete. Die Tatsache, dass er drei harte Unternehmungen im Eismeer unter ständigem Feinddruck als wertvolles Mitglied überstand, festigte seinen Ruf als professioneller Seemann. | ||
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| + | | colspan="3" | In der Literatur, etwa bei Busch / Röll, wird dieser Fall oft als mahnendes Beispiel für die kompromisslose Haltung der Führung gegenüber Alkoholmissbrauch und „unwürdigem Verhalten“ von U-Boot-Kommandanten angeführt. | ||
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Aktuelle Version vom 13. März 2026, 13:42 Uhr
Kurt Freiwald ← Paul Frerks → Werner Fresdorf
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Kurt Freiwald ← Paul Frerks → Werner Fresdorf
