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Marinearsenal Kiel: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Einem Marinearsenal obliegt die Materialerhaltung aller Schiffe, Boote und Landanlagen der Marine. Kernaufgabe ist neben der Planung und Durchführung von Materialerhaltungsmaßnahmen durch den Technischen Systemservice die Instandsetzung der Führungs- und Waffeneinsatzsysteme durch den Arsenalbetrieb.
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| colspan="3" | Das Marinearsenal Kiel (M.Ars. Kiel) war der technologische und logistische Herzschlag der Marinestation der Ostsee. Als zentrale Werft- und Ausrüstungsinstanz war es essenziell für die Instandsetzung und Versorgung der in der Ostsee operierenden Flottenverbände sowie für die technische Einsatzbereitschaft der auslaufenden Frontboote.
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 09:41 Uhr

Dienststelle Marinearsenal Kiel
Das Marinearsenal Kiel (M.Ars. Kiel) war der technologische und logistische Herzschlag der Marinestation der Ostsee. Als zentrale Werft- und Ausrüstungsinstanz war es essenziell für die Instandsetzung und Versorgung der in der Ostsee operierenden Flottenverbände sowie für die technische Einsatzbereitschaft der auslaufenden Frontboote.
Entstehung, Funktion und Infrastruktur
Wurzeln: Hervorgegangen aus der Kaiserlichen Werft Kiel; in der Kriegsmarine als eigenständige militärische Dienststelle unter Leitung eines Arsenalkommandanten geführt.
Standort: Primäre Lage am Ostufer der Kieler Förde (Kiel-Gaarden/Ellerbek) mit umfangreichen Hafenanlagen und Dockkapazitäten.
Technik-Zentrum: Unterhaltung spezialisierter Werkstätten für Artillerie, Torpedowesen, Optik und modernste Funktechnik zur Durchführung komplexer Reparaturen.
Logistik-Knoten: Zentrale Lagerung und kontrollierte Ausgabe von Munition, Treibstoff sowie Verpflegung für die Einheiten der Ostseestation.
Ende 1945: Massive Zerstörungen durch Luftangriffe 1944/45; nach der Kapitulation Übernahme durch britische Truppen und spätere Umwandlung in zivile Werftbetriebe.
Spezifische Merkmale & Spezialaufgaben
Modernisierung: Einbau technischer Neuentwicklungen wie Schnorchel-Anlagen oder Funkmessgeräten bei Frontbooten während der planmäßigen Werftliegezeiten.
Abnahme-Wesen: Durchführung strenger technischer Abnahmen nach Instandsetzungen durch spezialisierte Arsenaloffiziere zur Gewährleistung der Frontreife.
Rüstungsschmiede: Koordination der Zusammenarbeit mit der privaten Rüstungsindustrie zur Beschleunigung von Reparaturdurchläufen unter kriegsbedingtem Zeitdruck.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Erstausstattung: Fast jedes Boot, das seine Ausbildung bei der 24. U-Flottille absolvierte, bezog seine Munition und Erstausrüstung über das Marinearsenal Kiel.
Havarie-Dienst: Zentrale Anlaufstelle für die Reparatur von Booten, die während der taktischen Ausbildung in der Ostsee Schäden durch Kollisionen oder Grundberührungen erlitten.
Ingenieuroffiziere: In den Biografien technischer Offiziere markiert die Verwendung als Arsenaloffizier im M.Ars. Kiel eine Schlüsselposition für die technische Überwachung der U-Boot-Waffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Organisation und den Werftbetrieb der Marinearsenale.
BArch RM 123 Akten der Marinestation der Ostsee: Berichte des Arsenalkommandanten über Auslastung und Instandsetzungsraten.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Verwendungen von Ingenieuroffizieren als Arsenaloffiziere im M.Ars. Kiel.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Landorganisation und den Werftliegeplätzen).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext zur Bedeutung der Arsenale für die Flottenlogistik).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur technischen Ausrüstung und Schnorchel-Nachrüstung).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132