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Deutsches Marinekommando Italien: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Deutsche Marinekommando Italien entstand am 22.11.1941 aus dem Verbindungsstab beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine. Es fungierte als zentrale operative Führungsstelle für die im Mittelmeer und Nordafrika eingesetzten deutschen Seestreitkräfte. Zu seinen Hauptaufgaben gehörten die Führung der Überwasserstreitkräfte, die Sicherung der lebenswichtigen Nachschubgeleite nach Nordafrika sowie die Koordination mit den italienischen Alliierten. Nach der italienischen Kapitulation 1943 verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Küstensicherung, bis die Dienststelle am 01.01.1945 im Marineoberkommando Süd aufging.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Am 26.08.1940 als Verbindungsstab in Rom gegründet; ab 22.11.1941 Deutsches Marinekommando Italien. Der Befehlshaber besaß ab 01.12.1941 die Befugnisse eines Kommandierenden Admirals.
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| Standort: || colspan="3" | Hauptsitz war Rom. Mit der Verschlechterung der Kriegslage und der Umgliederung zum MOK Süd verlegte der Stab zuletzt in den Raum Carezza (Karersee), wo er bei Kriegsende in Gefangenschaft ging.
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| Struktur: || colspan="3" | Unterstand einsatzmäßig der Seekriegsleitung (Skl) und truppendienstlich der Marinestation der Nordsee. Im März 1943 bestand kurzzeitig ein Sonderstab für Geleitaufgaben im nordafrikanischen Raum.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Am 01.01.1945 zum Marineoberkommando Süd umbenannt. Die operative Tätigkeit endete mit der Teilkapitulation der deutschen Truppen in Italien im Mai 1945.
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| Geleitsicherung: || colspan="3" | Zentrale Verantwortung für den Schutz der deutschen Nachschubtransporte über das Mittelmeer bis zum Fall von Tunis im Mai 1943.
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| Küstenverteidigung: || colspan="3" | Ab September 1943 Führung der Seekommandanten (italienische Riviera, Westadria und später Istrien) zur Abwehr alliierter Landungsunternehmen.
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| Befehlsgewalt: || colspan="3" | Umfasste alle deutschen Überwasserstreitkräfte, Landtruppenteile und sonstigen Marinedienststellen im italienischen und nordafrikanischen Raum.
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| F.d.U. Italien: || colspan="3" | Der im November 1941 geschaffene Führer der Unterseeboote Italien unterstand dem Marinekommando zunächst einsatzmäßig, bis er im März 1943 selbständig wurde.
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| Stützpunkt-Logistik: || colspan="3" | Sicherung der infrastrukturellen Voraussetzungen für die im Mittelmeer operierenden U-Boote in Zusammenarbeit mit den italienischen Marinestützpunkten.
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| Operative Koordination: || colspan="3" | Abstimmung zwischen U-Boot-Operationen und Geleitsicherungsaufgaben zur Maximierung des Schutzes eigener Transporter gegen britische Überwasserverbände.
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| BArch RM 36 || colspan="3" | Deutsches Marinekommando Italien: Kriegstagebücher, Akten über die Zusammenarbeit mit der Regia Marina und Berichte über Geleitzugoperationen.
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Unterlagen zur strategischen Führung im Mittelmeerraum und zur Einsetzung des Deutschen Admirals beim Admiralstab in Rom.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Nachweise über die Kommandierenden Admirale und Stabsoffiziere im Bereich des Marinekommandos Italien.
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Am 26.08.1940 wurde in Rom die Dienststelle des Deutschen Marineverbindungsstabes beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine geschaffen. Der Chef des Verbindungsstabes führte ab dem 16.08.1941 die Dienstbezeichnung Deutscher Admiral beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine. Durch die Verlegung deutscher Seestreitkräfte in das Mittelmeer wurde am 22. November das Deutsche Marinekommando Italien geschaffen. Zum deutschen Marinekommandanten wurde der Deutsche Admiral beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine in Personalunion ernannt, der am 01.12.1941 die Stellung und die Befugnisse eines Kommandierenden Admirals erhielt. Seine Aufgabe war die Führung der deutschen Marinestreitkräfte in Nordafrika und die Sicherung deutscher Geleittransporte. Zu diesem Zweck waren ihm alle in Italien und Nordafrika sowie die im westlichen Mittelmeer eingesetzten Überwasserstreitkräfte, Landtruppenteile und sonstige Dienststellen der Kriegsmarine unterstellt. Im November 1941 wurde für die im Mittelmeer eingesetzten Unterseeboote die Dienststelle des Führers der Unterseeboote Italien geschaffen, der einsatzmäßig ebenfalls dem Deutschen Marinekommando Nordafrika unterstand. Erst im März 1943 wurde der F.d.U. Italien einsatzmäßig selbständig. Das Deutsche Marinekommando Italien unterstand einsatzmäßig der Seekriegsleitung, truppendienstlich dem Marinestationskommando Nordsee. Im März 1943 wurde beim Deutschen Marinekommando Nordafrika ein Sonderstab für Geleitaufgaben geschaffen, der jedoch nach dem Fall von Tunis am 18.05.1943 wieder aufgelöst wurde. Er ging im Stab des Deutschen Marinekommandos auf. Mit der Kapitulation Italiens am 03.09.1943 fiel die Unterstützung der italienischen Armee, die dem Deutschen Marinegruppenkommando zuvor operativ unterstellt war, weg. Neuer Einsatzschwerpunkt war jetzt die Küstensicherung. Hierzu wurden zwei Seekommandantenbereiche geschaffen: der Kommandant der Seeverteidigung italienische Riviera und der Kommandant der Seeverteidigung Westadria. Im Dezember 1944 kam der Kommandant der Seeverteidigung Istrien zum Befehlsbereich hinzu. Außerdem wurden alle noch vorhandenen Seestreitkräfte in der Adria dem Deutschen Marinekommando Nordafrika unterstellt. Am 01.01.1945 wurde das deutsche Marinekommando Italien zum Marineoberkommando Süd umbenannt und der bisherige Befehlshaber wurde zum Oberbefehlshaber ernannt. Bei Kriegsende ging der Stab des Marineoberkommandos Süd in Carersee in Gefangenschaft.
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Marinekommandos im Ausland: Italien).
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(Aus Lexikon der Wehrmacht)
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| Schreiber, Gerhard || colspan="3" | „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich“ (Hintergrundinformationen zur Lage nach September 1943).
 
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| Rohwer / Hümmelchen || colspan="3" | „Chronik des Seekrieges 1939–1945“ (Details zu den Geleitzugschlachten im Verantwortungsbereich des Kommandos).
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Aktuelle Version vom 2. März 2026, 14:08 Uhr

Dienststelle Deutsches Marinekommando Italien
Das Deutsche Marinekommando Italien entstand am 22.11.1941 aus dem Verbindungsstab beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine. Es fungierte als zentrale operative Führungsstelle für die im Mittelmeer und Nordafrika eingesetzten deutschen Seestreitkräfte. Zu seinen Hauptaufgaben gehörten die Führung der Überwasserstreitkräfte, die Sicherung der lebenswichtigen Nachschubgeleite nach Nordafrika sowie die Koordination mit den italienischen Alliierten. Nach der italienischen Kapitulation 1943 verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Küstensicherung, bis die Dienststelle am 01.01.1945 im Marineoberkommando Süd aufging.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Am 26.08.1940 als Verbindungsstab in Rom gegründet; ab 22.11.1941 Deutsches Marinekommando Italien. Der Befehlshaber besaß ab 01.12.1941 die Befugnisse eines Kommandierenden Admirals.
Standort: Hauptsitz war Rom. Mit der Verschlechterung der Kriegslage und der Umgliederung zum MOK Süd verlegte der Stab zuletzt in den Raum Carezza (Karersee), wo er bei Kriegsende in Gefangenschaft ging.
Struktur: Unterstand einsatzmäßig der Seekriegsleitung (Skl) und truppendienstlich der Marinestation der Nordsee. Im März 1943 bestand kurzzeitig ein Sonderstab für Geleitaufgaben im nordafrikanischen Raum.
Ende 1945: Am 01.01.1945 zum Marineoberkommando Süd umbenannt. Die operative Tätigkeit endete mit der Teilkapitulation der deutschen Truppen in Italien im Mai 1945.
Spezifische Merkmale
Geleitsicherung: Zentrale Verantwortung für den Schutz der deutschen Nachschubtransporte über das Mittelmeer bis zum Fall von Tunis im Mai 1943.
Küstenverteidigung: Ab September 1943 Führung der Seekommandanten (italienische Riviera, Westadria und später Istrien) zur Abwehr alliierter Landungsunternehmen.
Befehlsgewalt: Umfasste alle deutschen Überwasserstreitkräfte, Landtruppenteile und sonstigen Marinedienststellen im italienischen und nordafrikanischen Raum.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
F.d.U. Italien: Der im November 1941 geschaffene Führer der Unterseeboote Italien unterstand dem Marinekommando zunächst einsatzmäßig, bis er im März 1943 selbständig wurde.
Stützpunkt-Logistik: Sicherung der infrastrukturellen Voraussetzungen für die im Mittelmeer operierenden U-Boote in Zusammenarbeit mit den italienischen Marinestützpunkten.
Operative Koordination: Abstimmung zwischen U-Boot-Operationen und Geleitsicherungsaufgaben zur Maximierung des Schutzes eigener Transporter gegen britische Überwasserverbände.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 36 Deutsches Marinekommando Italien: Kriegstagebücher, Akten über die Zusammenarbeit mit der Regia Marina und Berichte über Geleitzugoperationen.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Unterlagen zur strategischen Führung im Mittelmeerraum und zur Einsetzung des Deutschen Admirals beim Admiralstab in Rom.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Kommandierenden Admirale und Stabsoffiziere im Bereich des Marinekommandos Italien.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Marinekommandos im Ausland: Italien).
Schreiber, Gerhard „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich“ (Hintergrundinformationen zur Lage nach September 1943).
Rohwer / Hümmelchen „Chronik des Seekrieges 1939–1945“ (Details zu den Geleitzugschlachten im Verantwortungsbereich des Kommandos).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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