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Marine-Gruppenkommando West: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | Das '''Marine-Gruppenkommando West''' wurde am 23.08.1939 zur operativen Führung in der Deutschen Bucht, der Nordsee und dem Atlantik aufgestellt. Im Norwegen-Feldzug fiel dem Marine-Gruppenkommando West die operative Befehlsführung in den norwegischen Gewässern zu. Mit dem Frankreichfeldzug erweiterte sich der Befehlsbereich nach Westen, so dass eine Neuabgrenzung notwendig wurde. Das Marine-Gruppenkommando West verlegte am 10.08.1940 von Wilhelmshaven-Sengwarden nach Paris und trat die operative Führung in den Nordgewässern an das Marine-Gruppenkommando Nord ab.
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| || colspan="3" | Der im September 1942 neu ernannte Oberbefehlshaber des Marine-Gruppenkommandos West war zunächst in Personalunion Kommandierender Admiral Frankreich. Am 16.11.1942 wurde die Dienststelle Kommandierender Admiral Frankreich aufgelöst, der bisherige Stab trat als Oberquartiermeister zur Gruppe. Das Marine-Gruppenkommando war von diesem Zeitpunkt an nicht mehr nur operativer Führungsstab, sondern hatte die truppendienstlichen, standortbezogenen und übrigen Aufgaben des Kommandierenden Admirals Frankreich zu übernehmen. Am 20.10.1944 wurde das Marine-Gruppenkommando West aufgelöst und das Marineoberkommando West gebildet.
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| colspan="3" | Das Marine-Gruppenkommando West wurde am 23.08.1939 zur operativen Führung in der Deutschen Bucht, der Nordsee und dem Atlantik aufgestellt. Im Zuge des Frankreichfeldzuges verlegte die Dienststelle am 10.08.1940 von Wilhelmshaven-Sengwarden nach Paris. Ab September 1942 übernahm das Kommando zusätzlich die truppendienstlichen Aufgaben des Kommandierenden Admirals Frankreich. Am 20.10.1944 erfolgte die Umwandlung in das Marineoberkommando West (M.O.K. West).
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formation am 23.08.1939; anfänglicher Befehlsbereich über die Deutsche Bucht und während des Norwegen-Feldzuges über die norwegischen Gewässer.
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| Verlegung: || colspan="3" | Umzug nach Paris am 10.08.1940 nach der Sicherung der französischen Atlantikküste; Abgabe der Nordgewässer-Zuständigkeit an das Marine-Gruppenkommando Nord.
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| Fusion 1942: || colspan="3" | Auflösung der Dienststelle Kommandierender Admiral Frankreich am 16.11.1942; Übernahme aller standortbezogenen und administrativen Aufgaben durch das Gruppenkommando West.
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| Ende 1944: || colspan="3" | Auflösung des Marine-Gruppenkommandos West am 20.10.1944 und gleichzeitige Neuaufstellung als Marineoberkommando West zur Verteidigung der restlichen Westgebiete.
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| Stützpunktsicherung: || colspan="3" | Überwachung der Ein- und Auslaufwege im Atlantik gegen britische Blockadekräfte und Koordination der Luftabwehr über den Bunkeranlagen.
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 11:54 Uhr

Verband Marine-Gruppenkommando West
Das Marine-Gruppenkommando West wurde am 23.08.1939 zur operativen Führung in der Deutschen Bucht, der Nordsee und dem Atlantik aufgestellt. Im Zuge des Frankreichfeldzuges verlegte die Dienststelle am 10.08.1940 von Wilhelmshaven-Sengwarden nach Paris. Ab September 1942 übernahm das Kommando zusätzlich die truppendienstlichen Aufgaben des Kommandierenden Admirals Frankreich. Am 20.10.1944 erfolgte die Umwandlung in das Marineoberkommando West (M.O.K. West).
Historische Entwicklung und Organisation
Aufstellung: Formation am 23.08.1939; anfänglicher Befehlsbereich über die Deutsche Bucht und während des Norwegen-Feldzuges über die norwegischen Gewässer.
Verlegung: Umzug nach Paris am 10.08.1940 nach der Sicherung der französischen Atlantikküste; Abgabe der Nordgewässer-Zuständigkeit an das Marine-Gruppenkommando Nord.
Fusion 1942: Auflösung der Dienststelle Kommandierender Admiral Frankreich am 16.11.1942; Übernahme aller standortbezogenen und administrativen Aufgaben durch das Gruppenkommando West.
Ende 1944: Auflösung des Marine-Gruppenkommandos West am 20.10.1944 und gleichzeitige Neuaufstellung als Marineoberkommando West zur Verteidigung der restlichen Westgebiete.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Operative Führung: Koordination der Überwasserstreitkräfte und Sicherungsverbände zum Schutz der U-Boot-Stützpunkte in der Biskaya (z.B. Brest, Lorient, St. Nazaire).
Stützpunktsicherung: Überwachung der Ein- und Auslaufwege im Atlantik gegen britische Blockadekräfte und Koordination der Luftabwehr über den Bunkeranlagen.
Logistische Basis: Administrative Verwaltung der gesamten Marine-Infrastruktur in Frankreich, die das materielle Rückgrat für die Fernunternehmungen der U-Boot-Waffe bildete.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-V Marine-Gruppenkommando West: Zentrale Kriegstagebücher (KTB) und operative Befehle für den Seekrieg im Westen und Atlantik.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Dokumentiert die strategischen Entscheidungen zur Neuabgrenzung der Befehlsbereiche zwischen Nord und West.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Oberbefehlshaber und Stabsoffiziere des Gruppenkommandos West am Standort Paris.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt Marine-Gruppenkommandos: Organisation und Befehlsverhältnisse).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, zur Gliederung der Marineoberkommandos im Westen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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