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Flugzeug Ergänzungsgruppe (See): Unterschied zwischen den Versionen

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Die Schule ging aus der Zweigstelle der DVS Warnemünde (seit 1925) hervor. Die Schule betrieb Land- wie auch Seefliegerschulung auf einem See- und einem Landfliegerhorst am Breitling. Das Ausbildungsprogramm beinhaltete sowohl A/B- als auch C-Schulung. Im Januar 1941 wurden das Personal und das Gerät an andere Schulen abgegeben, zum Großteil an die FFS A/B 10. Die bisherige C- und Seefliegerausbildung wurde fortan bei der Flieger-Ergänzungsgruppe (See) Kamp / Pommern und bei den Fliegerwaffenschulen (See) fortgesetzt.
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! '''Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See)'''
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| colspan="3" | Die Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See) war eine spezialisierte Einheit der Luftwaffe, die als Bindeglied zwischen den Seefliegerschulen und den aktiven Frontverbänden fungierte. Ihre Hauptaufgabe war die abschließende frontnahe Ausbildung und Bereitstellung von Personal und Flugmaterial für die Aufklärungs-, Küstenflieger- und Seenotstaffeln. Sie stellte sicher, dass die Besatzungen den hohen Anforderungen des Seekrieges gewachsen waren, bevor sie den operativen Verbänden zugewiesen wurden.
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| colspan="3" | Aufstellung und Standorte: Die Ergänzungsgruppe wurde gebildet, um den personellen Ersatz für die über See operierenden Staffeln zu koordinieren. Ein wesentlicher Standort war Kamp (Pommern), wobei Teile der Gruppe je nach Kriegslage auch an andere Küstenstützpunkte der Ostsee verlegt wurden. Die Gruppe unterstand fachlich der Inspektion der See- und Küstenflieger. Zum Einsatz kamen vorwiegend Flugzeugtypen, die auch an der Front verwendet wurden, wie die Arado Ar 196, Heinkel He 115 und die Blohm & Voss BV 138.
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| colspan="3" | Aufgabenprofil: Die Einheit führte die sogenannte „Endausbildung“ durch. Hierbei wurden die in den Schulen erlernten Grundlagen unter realitätsnahen Bedingungen vertieft. Dazu gehörten Einsatzflüge bei schwierigen Wetterlagen, taktische Verbandsschulungen sowie Übungen in der Seezielbekämpfung und Minenlegung. Zudem diente die Gruppe als materielles Depot zur schnellen Zuweisung von Ersatzmaschinen an die Frontstaffeln in Norwegen, Frankreich oder im Mittelmeer.
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges im Jahr 1945 wurde die Gruppe zunehmend zur direkten Küstensicherung und für Kurierdienste in der Ostsee herangezogen. Aufgrund des akuten Treibstoffmangels wurde der Ausbildungsbetrieb im März 1945 weitgehend eingestellt. Mit der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbliebenen Maschinen in den Stützpunkten der Ostsee interniert oder von den Besatzungen unbrauchbar gemacht, um sie dem Zugriff der Siegermächte zu entziehen.
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| colspan="3" | Nachschub an Fernaufklärern: Die Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See) stellte den personellen Ersatz für jene Staffeln sicher, die unmittelbar mit dem Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) zusammenarbeiteten. Die Qualität der dort ausgebildeten Beobachter war entscheidend für die erfolgreiche Einweisung von U-Boot-Rudeln auf alliierte Geleitzüge.
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| colspan="3" | Schutz der Auslaufrouten: Besatzungen der Ergänzungsgruppe führten von ihren Standorten aus Sicherungsflüge über den Übungsgebieten der Unterseeboot-Lehrdivisionen durch. Sie dienten als zusätzliche Luftüberwachung gegen feindliche U-Boote und Einflüge im Bereich der dänischen Belte und der pommerschen Küste.
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| colspan="3" | Erprobung des Zusammenwirkens: Innerhalb der Ergänzungsgruppe wurden neue Verfahren zur Funkverständigung zwischen Flugzeugen und getauchten U-Booten erprobt. Die Ergebnisse dieser Tests flossen direkt in die taktischen Anweisungen für die Frontbesatzungen beider Waffengattungen ein.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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| B.Arch. RL 9 || colspan="3" | Akten der Ausbildungs- und Ergänzungseinheiten der Luftwaffe (Dokumentiert die Personalstärke und die Zuweisungslisten der Gruppe).
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| B.Arch. RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Belegt die operative Einplanung der Ergänzungsgruppe für Sicherungsaufgaben).
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| B.Arch. RL 2-III || colspan="3" | Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Enthält Verlustlisten und Bestandsmeldungen der Flugzeug-Ergänzungsgruppe See).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Übersicht der Standorte der Seefliegerverbände).
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| Ketley, Barry || colspan="3" | Luftwaffen-Seeflieger 1935–1945. (Beschreibt die Rolle der Ergänzungseinheiten für die personelle Kontinuität der Frontstaffeln).
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Aktuelle Version vom 11. Februar 2026, 13:25 Uhr

Datenblatt Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See)
Die Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See) war eine spezialisierte Einheit der Luftwaffe, die als Bindeglied zwischen den Seefliegerschulen und den aktiven Frontverbänden fungierte. Ihre Hauptaufgabe war die abschließende frontnahe Ausbildung und Bereitstellung von Personal und Flugmaterial für die Aufklärungs-, Küstenflieger- und Seenotstaffeln. Sie stellte sicher, dass die Besatzungen den hohen Anforderungen des Seekrieges gewachsen waren, bevor sie den operativen Verbänden zugewiesen wurden.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung und Standorte: Die Ergänzungsgruppe wurde gebildet, um den personellen Ersatz für die über See operierenden Staffeln zu koordinieren. Ein wesentlicher Standort war Kamp (Pommern), wobei Teile der Gruppe je nach Kriegslage auch an andere Küstenstützpunkte der Ostsee verlegt wurden. Die Gruppe unterstand fachlich der Inspektion der See- und Küstenflieger. Zum Einsatz kamen vorwiegend Flugzeugtypen, die auch an der Front verwendet wurden, wie die Arado Ar 196, Heinkel He 115 und die Blohm & Voss BV 138.
Aufgabenprofil: Die Einheit führte die sogenannte „Endausbildung“ durch. Hierbei wurden die in den Schulen erlernten Grundlagen unter realitätsnahen Bedingungen vertieft. Dazu gehörten Einsatzflüge bei schwierigen Wetterlagen, taktische Verbandsschulungen sowie Übungen in der Seezielbekämpfung und Minenlegung. Zudem diente die Gruppe als materielles Depot zur schnellen Zuweisung von Ersatzmaschinen an die Frontstaffeln in Norwegen, Frankreich oder im Mittelmeer.
Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges im Jahr 1945 wurde die Gruppe zunehmend zur direkten Küstensicherung und für Kurierdienste in der Ostsee herangezogen. Aufgrund des akuten Treibstoffmangels wurde der Ausbildungsbetrieb im März 1945 weitgehend eingestellt. Mit der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbliebenen Maschinen in den Stützpunkten der Ostsee interniert oder von den Besatzungen unbrauchbar gemacht, um sie dem Zugriff der Siegermächte zu entziehen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Nachschub an Fernaufklärern: Die Flugzeug-Ergänzungsgruppe (See) stellte den personellen Ersatz für jene Staffeln sicher, die unmittelbar mit dem Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.) zusammenarbeiteten. Die Qualität der dort ausgebildeten Beobachter war entscheidend für die erfolgreiche Einweisung von U-Boot-Rudeln auf alliierte Geleitzüge.
Schutz der Auslaufrouten: Besatzungen der Ergänzungsgruppe führten von ihren Standorten aus Sicherungsflüge über den Übungsgebieten der Unterseeboot-Lehrdivisionen durch. Sie dienten als zusätzliche Luftüberwachung gegen feindliche U-Boote und Einflüge im Bereich der dänischen Belte und der pommerschen Küste.
Erprobung des Zusammenwirkens: Innerhalb der Ergänzungsgruppe wurden neue Verfahren zur Funkverständigung zwischen Flugzeugen und getauchten U-Booten erprobt. Die Ergebnisse dieser Tests flossen direkt in die taktischen Anweisungen für die Frontbesatzungen beider Waffengattungen ein.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RL 9 Akten der Ausbildungs- und Ergänzungseinheiten der Luftwaffe (Dokumentiert die Personalstärke und die Zuweisungslisten der Gruppe).
B.Arch. RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Belegt die operative Einplanung der Ergänzungsgruppe für Sicherungsaufgaben).
B.Arch. RL 2-III Unterlagen des Generalquartiermeisters der Luftwaffe (Enthält Verlustlisten und Bestandsmeldungen der Flugzeug-Ergänzungsgruppe See).
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Luftwaffenverbände im Seekrieg).
Hildebrand, Hans H. Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Übersicht der Standorte der Seefliegerverbände).
Ketley, Barry Luftwaffen-Seeflieger 1935–1945. (Beschreibt die Rolle der Ergänzungseinheiten für die personelle Kontinuität der Frontstaffeln).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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