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2. Admiral der Nordsee: Unterschied zwischen den Versionen

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| || colspan="3" | 1920 wurde als Ersatz für die aufgelöste II. Marine-Inspektion die Schiffstammdivision der Nordsee mit Sitz in Wilhelmshaven aufgestellt. Diese übernahm die Aufgaben der II. Marine-Inspektion. Am 01.04.1935 wurde der Kommandeur der Schiffstammdivision der Nordsee zum '''2. Admiral der Nordsee''' ernannt. Er unterstand truppendienstlich dem Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee bzw. dem Oberbefehlshaber des Marineoberkommandos Nordsee, in Fragen der Personalwirtschaft in den letzten Kriegsjahren dem OKM unmittelbar. Sitz des 2. Admirals der Nordsee war Wilhelmshaven. Die Dienststelle trug in den Jahren 1938 - 1942 vorübergehend die Bezeichnung 2. Admiral der Nordseestation. Die im Herbst 1939 vorgesehene Umbenennung in Schiffsstamminspektion der Nordsee kam infolge des Kriegsausbruches nicht zur Durchführung.
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| || colspan="3" | In den 30er Jahren war der 2. Admiral der Nordsee in Personalunion Befehlshaber der Sicherung der Nordsee. Die Personalunion wurde bei Kriegsende aufgehoben. Anfang 1940 wurde dem 2. Admiral der Nordsee die 2. Marineunteroffizierslehrabteilung unterstellt, die vorher der Inspektion des Bildungswesens der Marine unterstellt war.1943 verlegte der 2. Admiral der Nordsee nach Buxtehude. Zum 01.01.1944 wurden die Ersatz-Marineartillerieabteilungen als Marineersatzabteilungen dem 2. Admiral der Nordsee unterstellt. Im April 1945 wurden die Dienststellen 2. Admiral der Nordsee und 2. Admiral der Ostsee zusammen gelegt. Der 2. Admiral der Ostsee führte ab diesem Zeitpunkt die Bezeichnung  2. Admiral der Ostsee / Nordsee. Der Stab des 2. Admirals der Nordsee wurde aufgelöst.
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! Datenblatt
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! '''2. Admiral der Nordsee'''
 
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| || colspan="3" | Aus Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinegruppenkommandos/2AdmiralNordsee-R.htm | 2. Admiral der Nordsee]
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| colspan="3" | Der 2. Admiral der Nordsee war eine bedeutende Dienststelle innerhalb der Bodenorganisation der Kriegsmarine. Er war primär für das Personal-, Ausbildungs- und Ersatzwesen im Bereich der Marinestation der Nordsee verantwortlich. Die Dienststelle des 2. Admirals der Nordsee fungierte als zentrale Kontrollinstanz für die Rekrutierung, die grundlegende militärische Ausbildung sowie die personelle Auffüllung der Nordseeflotte und ihrer Landeinheiten.
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
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| colspan="3" | Anfang: Die Dienststelle wurde am 01.02.1935 in Wilhelmshaven geschaffen. Sie ging aus der Umstrukturierung der ehemaligen Schiffsstammdivision der Nordsee hervor.
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| colspan="3" | Hierarchie: Er unterstand direkt dem Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee.
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| colspan="3" | Grundausbildung: Führung der unterstellten Schiffsstammabteilungen (S.S.A.).
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| colspan="3" | Unteroffiziersausbildung: Leitung der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen (M.U.L.A.) im Nordseebereich.
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| colspan="3" | Personalersatz: Verwaltung des Personalersatzes für die gesamte Flotte, einschließlich der Zuweisung von Spezialisten zu den neu in Dienst gestellten Einheiten.
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| colspan="3" | Ende: Die Dienststelle wurde im März 1943 im Zuge einer Straffung der Kommandostrukturen aufgelöst; die Aufgaben wurden größtenteils vom neu geschaffenen 2. Admiral der Ostsee (als zentraler Instanz für die gesamte Kriegsmarine) übernommen.
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| colspan="3" | Rekrutierung: In den Zuständigkeitsbereich des 2. Admirals der Nordsee fielen die ersten Phasen der Laufbahn fast aller U-Boot-Männer der Nordsee-Station. Hier erfolgte die Sichtung und Auswahl der Freiwilligen für die U-Boot-Waffe.
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| colspan="3" | Infrastruktur: Er verwaltete die Ausbildungskapazitäten in Städten wie Wilhelmshaven, Wesermünde und Glückstadt, die als erste Anlaufstellen für künftige Kommandanten dienten.
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| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert der Stempel „2. Admiral der Nordsee“ die administrative Erfassung des Soldaten zu Beginn seiner Dienstzeit.
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 121 / 162 || colspan="3" | Dienstvorschriften über die Befugnisse des 2. Admirals der Nordsee im Personalwesen.
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| BArch RM 121 / 642 || colspan="3" | Stammrollen und Personalakten mit administrativen Nachweisen der Marinestation der Nordsee.
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| Tessin, Georg: || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur Übersicht der Admiralstabsdienststellen).
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| Hildebrand, Hans H.: || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Kontext zur Bedeutung Wilhelmshavens als personelles Zentrum).
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Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 12:54 Uhr

Datenblatt 2. Admiral der Nordsee
Der 2. Admiral der Nordsee war eine bedeutende Dienststelle innerhalb der Bodenorganisation der Kriegsmarine. Er war primär für das Personal-, Ausbildungs- und Ersatzwesen im Bereich der Marinestation der Nordsee verantwortlich. Die Dienststelle des 2. Admirals der Nordsee fungierte als zentrale Kontrollinstanz für die Rekrutierung, die grundlegende militärische Ausbildung sowie die personelle Auffüllung der Nordseeflotte und ihrer Landeinheiten.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Die Dienststelle wurde am 01.02.1935 in Wilhelmshaven geschaffen. Sie ging aus der Umstrukturierung der ehemaligen Schiffsstammdivision der Nordsee hervor.
Hierarchie: Er unterstand direkt dem Kommandierenden Admiral der Marinestation der Nordsee.
Aufgaben:
Grundausbildung: Führung der unterstellten Schiffsstammabteilungen (S.S.A.).
Unteroffiziersausbildung: Leitung der Marine-Unteroffizierslehrabteilungen (M.U.L.A.) im Nordseebereich.
Personalersatz: Verwaltung des Personalersatzes für die gesamte Flotte, einschließlich der Zuweisung von Spezialisten zu den neu in Dienst gestellten Einheiten.
Ende: Die Dienststelle wurde im März 1943 im Zuge einer Straffung der Kommandostrukturen aufgelöst; die Aufgaben wurden größtenteils vom neu geschaffenen 2. Admiral der Ostsee (als zentraler Instanz für die gesamte Kriegsmarine) übernommen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Rekrutierung: In den Zuständigkeitsbereich des 2. Admirals der Nordsee fielen die ersten Phasen der Laufbahn fast aller U-Boot-Männer der Nordsee-Station. Hier erfolgte die Sichtung und Auswahl der Freiwilligen für die U-Boot-Waffe.
Infrastruktur: Er verwaltete die Ausbildungskapazitäten in Städten wie Wilhelmshaven, Wesermünde und Glückstadt, die als erste Anlaufstellen für künftige Kommandanten dienten.
Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) dokumentiert der Stempel „2. Admiral der Nordsee“ die administrative Erfassung des Soldaten zu Beginn seiner Dienstzeit.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 3 / 1024 Akten des O.K.M. zur Neuordnung der Stationskommandos und der Ausbildungsorganisation (1935).
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Befugnisse des 2. Admirals der Nordsee im Personalwesen.
BArch RM 121 / 642 Stammrollen und Personalakten mit administrativen Nachweisen der Marinestation der Nordsee.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation der Marinestation der Nordsee).
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht (Band 14, zur Übersicht der Admiralstabsdienststellen).
Hildebrand, Hans H.: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Kontext zur Bedeutung Wilhelmshavens als personelles Zentrum).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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