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3. Admiralstabsoffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 18:11 Uhr

Datenblatt 3. Admiralstabsoffizier
Der 3. Admiralstabsoffizier (A 3) im Stab des Befehlshabers der Unterseeboote (B.d.U.) oder eines regionalen Führers der Unterseeboote (FdU) war ein hochspezialisierter Stabsoffizier, der primär für die operative Planung und die taktische Ausbildung verantwortlich war. Der 3. Admiralstabsoffizier war das „Gehirn“ der taktischen Ausbildung und operativen Vorbereitung; er koordinierte die Ausbildungsflottillen, überwachte die Taktik-Schulung und war für die personelle und materielle Einsatzbereitschaft der U-Boot-Waffe im Heimatbereich zuständig.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Mit der Aufwertung der U-Boot-Führung ab 1939 wurde die Stabsstruktur nach dem Vorbild der Seekriegsleitung (Skl) differenziert. Die Position des A 3 gewann besonders bei den regionalen F.d.U.-Stäben an Bedeutung.
Status: Meist bekleideten erfahrene Offiziere im Rang eines Kapitänleutnants oder Korvettenkapitäns (mit Admiralstabsausbildung) diese Position.
Aufgaben:
Ausbildungswesen: Überwachung der U-Boot-Lehrdivisionen und Koordination der taktischen Ausbildung (z. B. bei der 27. U-Flottille).
Personalplanung: Erstellung der Besetzungslisten für Neuaufstellungen und Ersatzmannschaften in Zusammenarbeit mit dem A 1 (Operationsabteilung).
Taktische Analyse: Auswertung von Erfahrungsberichten der Front (KTB-Auswertung) zur ständigen Verbesserung der Ausbildungsinhalte.
Ende: Die Funktion bestand bis zur Kapitulation im Mai 1945.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Schnittstelle zur Front: Der A 3 stellte sicher, dass die Verluste an der Front durch qualitativ hochwertig ausgebildetes Personal aus der Personalreserve ausgeglichen wurden. Er war verantwortlich dafür, dass neue Taktiken (z. B. Schnorchelbetrieb oder neue Flak-Verfahren) sofort in die Schulung einflossen.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalakten (BArch PERS 6) markiert diese Verwendung eine Spitzenposition in der Stabsarbeit. Bekannte Kommandanten dienten in solchen Funktionen, um ihre Fronterfahrung in die Organisation der gesamten Waffe einzubringen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung zur Stabsstruktur und den Aufgabenbereichen der Admiralstabsoffiziere
BArch RM 20 / 885 Akten des Befehlshabers der Unterseeboote zur Organisation der Ausbildungsabteilung (A 3)
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kapitel zur Organisation der Befehlshaber- und Admiralstäbe)
Hessler, Günter: The U-Boat War in the Atlantic (Detaillierte Analyse der Aufgabenverteilung innerhalb der U-Boot-Führung)
Herzog, Bodo: Deutsche U-Boote 1906–1966 (Informationen zur personellen Besetzung der Admiralstabsstellen in den FdU-Bereichen)
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