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1. U-Ausbildungsabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 27. Januar 2026, 17:36 Uhr

1. U-Ausbildungsabteilung ← 2. U-Ausbildungsabteilung

Datenblatt: 1. U-Ausbildungsabteilung (1. U.A.A.)
Die 1. Unterseebootsausbildungsabteilung (1. U.A.A.) war eine zentrale Ausbildungseinheit der deutschen Kriegsmarine während des Zweiten Weltkriegs, die speziell für die Vorbereitung von Personal auf den Dienst in der U-Boot-Waffe zuständig war.
Standorte und Unterstellung
Die Abteilung war eng mit der 1. U-Lehrdivision (1. ULD) verknüpft, aus deren Umbenennung oder Struktur sie hervorging bzw. der sie unterstellt war.
Hauptstandorte: Die Ausbildung fand primär in Plön (Schleswig-Holstein) statt. Weitere wichtige Standorte der übergeordneten Division waren Neustadt in Holstein, Pillau (Ostpreußen) und gegen Kriegsende Hamburg-Finkenwerder.
Führung: Sie unterstand ab Januar 1943 dem Höheren Kommando der Unterseebootsausbildung (H.K.U.).
Aufgaben und Ausbildungsinhalte
Die Hauptaufgabe der 1. U.A.A. war die fachliche Grundausbildung angehender U-Boot-Fahrer, bevor diese auf Front- oder Schulboote versetzt wurden.
Spezialisierung: Die Ausbildung war streng nach Laufbahnen getrennt. Die I. Abteilung war in der Regel für das seemännische Personal (Matrosen, Steuerleute) zuständig, während die II. Abteilung das technische Personal (Maschinisten, Elektrotechniker) schulte.
Ablauf: Nach der allgemeinen infanteristischen Grundausbildung in einer Schiffsstammabteilung (SStA) erfolgte hier die U-bootspezifische Einweisung in Technik, Taktik und die Besonderheiten des Lebens an Bord.
Abgrenzung zur 1. U-Lehrdivision
In vielen Quellen werden die 1. U-Ausbildungsabteilung und die 1. U-Lehrdivision synonym verwendet oder als Teile einer übergeordneten Struktur beschrieben.
Die Lehr-Division war der größere Verband, dem oft auch Schulflottillen (wie die 21. U-Flottille) zugeordnet waren, um die theoretische Ausbildung durch praktische Übungen auf See zu ergänzen. Die 1. U.A.A. konzentrierte sich stärker auf die schulische und technische Ausbildung an Land (z.B. in Simulatoren oder an Modellen).
Das Ende
Gegen Ende des Krieges (März 1945) wurde die Einheit im Zuge der allgemeinen Auflösungserscheinungen und der Verlegung nach Westen (Hamburg) aufgelöst. Viele der dort Ausgebildeten wurden in den letzten Kriegswochen teils in Marine-Infanterie-Einheiten im Erdkampf eingesetzt.
Kommandeure
00.02.1940 - 00.05.1940 Fregattenkapitän → Hans Rose
00.06.1940 - 00.11.1941 Fregattenkapitän → Albrecht Schmidt
00.11.1941 - 00.04.1943 Kapitän zur See → Lothar Zechlin
00.07.1943 - 00.02.1945 Fregattenkapitän → Friedrich-Karl Schünemann
00.02.1945 - 08.05.1945 Fregattenkapitän → Hans Pauckstadt
Alle Angaben ohne Gewähr !!!
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