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| Datenblatt:
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II. Schiffsstammabteilung der Ostsee
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| Die II. Schiffsstammabteilung der Ostsee war eine der grundlegenden Ausbildungseinheiten für das personelle Fundament der Marine und ein wichtiger Durchlaufpunkt für künftige Besatzungen von U-Booten.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Anfang: Die Abteilung wurde im Zuge der Neuordnung der Reichsmarine am 01.01.1921 in Stralsund (auf dem Dänholm) aufgestellt. Sie war die Nachfolgeeinheit älterer kaiserlicher Stammformationen.
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| Organisation und Standorte:
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| Die Abteilung wurde in der Reichsmarine formiert und hatte ihren traditionsreichen Sitz auf dem Dänholm in Stralsund. Sie unterstand der Schiffsstammdivision der Ostsee in Kiel. Im Zuge der Aufrüstung zur Kriegsmarine wurde die Abteilung massiv erweitert und später im Jahr 1940 teilweise verlegt, um Platz für neue Ausbildungskontingente zu schaffen. Ein Kommandant, der seine Karriere in der Reichsmarine begann (beispielsweise als Fähnrich zur See), absolvierte hier oft seine Zeit als Gruppenoffizier oder Ausbilder für Rekruten.
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| Aufgaben und Ausbildungsprofil:
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| Grundausbildung: Die Hauptaufgabe war die infanteristische und seemännische Erstausbildung der Rekruten. Hier lernten die Männer den Dienst an der Pistole 08 und dem Karabiner, was die Basis für spätere Rollen als Wachgänger bildete.
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| Fachliche Weichenstellung: Während der Zeit in der Abteilung erfolgte die Auswahl für Speziallaufbahnen. Wer Talent für den Signaldienst oder die Navigation zeigte, wurde für entsprechende Lehrgänge vorgemerkt.
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| Personalreservoir: Die Abteilung verwaltete die Personalreserve für die Ostseestation. Soldaten, die auf ihre Versetzung zu den Unterseeboots-Lehr-Divisionen oder zur 1. Marine-Nachrichtenabteilung warteten, wurden hier administrativ geführt.
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| Das Ende 1945
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| Gegen Kriegsende wurde der Ausbildungsbetrieb eingestellt. Die Abteilung wurde zur Aufstellung von Marine-Schützen-Verbänden herangezogen, um die Küstenabschnitte gegen herannahende Bodentruppen zu verteidigen. Das verbliebene Personal geriet nach der Kapitulation im Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Rekrutierungspool: Ein Großteil der U-Boot-Männer, die aus den nord- und ostdeutschen Wehrkreisen stammten, durchlief in der II. S.S.A. ihre „Feuertaufe“ an Land.
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| Filterfunktion: Bereits während der Grundausbildung in Stralsund wurden geeignete Kandidaten für die U-Boot-Waffe gesichtet. Disziplin und körperliche Belastbarkeit in der Stammabteilung waren die ersten Kriterien für eine spätere Verwendung auf See.
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| Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert der Dienstantritt bei der II. S.S.A. den absoluten Beginn der militärischen Laufbahn. Für Offiziere der Crew 34 oder 36 war dies oft die erste Station vor dem Wechsel auf die Schulschiffe zur Bordausbildung.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 162 |
[Dienstvorschriften und Organisationspläne der Schiffsstammabteilungen der Ostsee (1921–1939).
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| BArch RM 121 / 642 |
[Rekrutenstammrollen der II. Schiffsstammabteilung Stralsund, geordnet nach Einstellungsjahrgängen.
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| BArch RM 3 / 1024 |
[Akten des Reichsmarineamtes bzw. OKM über die Kasernierung und Ausbildung auf dem Dänholm.
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| Literaturverweise
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
[Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation der Marinestation der Ostsee).
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| Tessin, Georg |
[Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur systematischen Übersicht der Schiffsstammabteilungen und deren Standorte).
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| Hildebrand, Hans H. |
[Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet Kontext zur Bedeutung von Stralsund als Ausbildungsstandort).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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